08Apr

Kurt Cobain

Kurt Cobain ist am 20. Februar 1967 in Aberdeen, Washington geboren. Seine Kindheit verbrachte er auch in Aberdeen - 140 Kilometer südwestlich von Seattle. Er war hyperaktiv und nahm Medikamente wie z. B. Ritalin. Später vermutete er aufgrund der Medikamente auch das Auftreten von Symptomen der Nervenkrankheit Narkolepsie. Dabei handelt es sich um eine Schlafkrankheit, welcher eine Störung der Schlaf-Wach-Regulation zu Grunde liegt. Eine ärztliche Diagnose dazu hatte sich Kurt Cobain aber nach eigenen Angaben nie eingeholt. Als er 9 Jahre alt war, liesen sich seine Eltern scheiden. Als sich Kurt Cobain im Jugendalter befand nahmen sich drei seiner Großonkel das Leben. Eine direkte weitere Konfrontation mit dem Tod erfuhr er, als er die Leiche eines Jungen aus der Nachbarschaft an einem Baum erhängt sah.

Von einem Onkel bekam Kurt Cobain zum 14. Geburtstag seine erste Gitarre geschenkt. Ein Jahr später lernte er Krist Novoselić kennen, mit dem er aber erst Jahre später gemeinsam Musik machte. Kurt Cobain freundete sich außerdem mit den Bandmitgliedern Buzz Osborne und Dale Crover der Band "The Melvins" an. Durch Buzz Osborne bekam er einen Schliff zu Indie- und Punkrock.
Nach vielen Streitereien mit den Elternhäusern, wechselte Kurt Cobain in den folgenden Jahren häufig seinen Wohnort. Er zog u. a. zu seinen Großeltern, einem seiner Onkel und zu den Eltern seines Freundes Jesse Reed. Insgesamt war er innerhalb von vier Jahren bei zehn verschiedenen Familien untergebracht.
Mit 18 brach er die Schule ab und zog nach Washington. Dort lebte er mit seiner damaligen Freundin Tracy Marander. Die Beziehung kam in die Krise, weil Kurt Cobain keine Arbeit fand. In dieser Zeit schrieb er den Song "About a Girl", welcher sich auf Tracy bezog. Ein Songinhalt spielte auch darauf an, dass Kurt Cobain oft im Auto schlafen musste, weil seine Freundin die Antriebslosigkeit von ihm nicht ertragen konnte. Ihr gegenüber gab er aber nie zu, dass der Song von ihr handelte.

1986 trat Kurt Cobain mit Krist Novoselić in verschiedenen Bands auf. 1987 entstand daraus Nirvana. Später war hierbei auch Dave Grohl als fester Schlagzeuger dabei, welcher heute als Frontsänger und Gitarrist der Band Foo Fighters bekannt ist. Nirvana hat den Grunge Stil deutlich geprägt und erreichte die erste größte Popularität mit "Smells Like Teen Spirit" und dem Album Nevermind.
Bei einer Tour lernte Kurt Cobain im Satyricon Club in Portland seine künftige Ehefrau Courtney Love kennen. Am 18. August 1992 wurde ihre Tochter Frances Bean geboren.

Kurt Cobain litt unter Magenproblemen, wofür Ärzte nie die Ursache diagnostizieren konnten. Er selbst bezeichnete seine Krankheit daher als „Cobain’s Disease“. Während der Tournees wurden die Beschwerden immer schlimmer. Er verzichtete kurzzeitig komplett auf Alkohol und Zigaretten, was aber keine Besserung brachte. Nach ersten Erfahrungen mit Drogen, fand er diese für sich als effektive Mittel zur Schmerzlinderung. Ab den 90er Jahren spritzte er sich immer häufiger Heroin. Nach der Veröffentlichung des Albums Nevermind im September 1991 wurde sein Konsum exzessiver. Trotz sechs Therapieanläufen schaffte es keiner mehr, Kurt Cobain von den Drogen wegzubringen. Zusätzlich wurde bei ihm noch eine bipolare Störung diagnostiziert.
Anfang März 1994 wurde die In-Utero-Tour wegen Cobains Magenproblemen unterbrochen. Mit seiner Ehefrau flog er am 2. März 1994 nach Rom. Zwei Tage später wurde Kurt Cobain, im Koma liegend, in ein Krankenhaus eingeliefert. Die dortigen Mediziner stellten einen Suizidversuch durch Einnahme von Beruhigungsmitteln fest. Kurt Cobain schob dies gegenüber seinen Fans aber kurze Zeit später auf ein Versehen, weil er Beruhigungsmittel genommen hat und danach zu viel Alkohol konsumiert habe. Nach Drängen seines nähesten Umfeldes unterzog sich Kurt Cobain einem Drogenentzug im Exodus Recovery Center in Marina del Rey. Am 1. April 1994 floh er von dort und tauchte unter. Dass sich die Band zu diesem Zeitpunkt bereits aufgelöst hatte, bestätigten Dave Grohl und Krist Novoselić erst Jahre später.
Am 5. April 1994 starb Kurt Cobain in seinem Haus in Seattle. Er wurde mit einer Überdosis Heroin und einem Kopfschuss seiner Schrotflinte aufgefunden. Er hinterlies einen Abschiedsbrief, der mit einem Zitat des Songs "Hey Hey, My My (Out Of The Blue)" von Neil Young endete: “It’s better to burn out than to fade away.”

16Sep

Doro Pesch


 

Doro Pesch ist am 3. Juni 1964 in Düsseldorf geboren. Nach einer erfolgreichen Lehre als Typografin sang sie ab Anfang der 80er Jahre bei den düsseldorfern undercround-heavy-metal Bands Snakebite und später bei Attack. 1983 gründete sie die Band Warlock. Die Band Warlock nahm insgesamt vier reguläre Studioalben auf und wurde international bekannt.
Doro war 1986 eine der ersten Frauen, die auf dem Festival "Monsters of Rock" auftrat. 1990 zog sie in die USA und nam ihr erstes Album auf, welchem sie als Titel ihren eigenen Namen verlieh.
Mit einem Konzert vor 9000 Zuschauern feierte sie am 13. Dezember 2008 ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum.
2010 trat Doro mit ihrer Band als Vorband bei der "The World is yours" Europatournee von Motörhead auf. Sie sang auch einen Song im Duett mit Lemmy Kilmisster auf der Bühne.
Ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum fand im Rahmen des Wacken Open Airs 2013 statt.

24Aug

Slash


 

Slash heißt bürgerlich Saul Hudson und ist 1965 in London geboren. Seine Eltern waren beide in der Unterhaltungsindustrie. Seine Mutter machte Kostüme für bekannte Künstler wie z. B. David Bowie und sein Vater gestaltete u. a. Albencover für Neil Young und Joni Mitchell. Mit 15 bekam Slash seine erste Gitarre und spielte daraufhin dauerhaft, worunter auch seine schulischen Leistungen litten. In der 11. Klasse brach er die Schule ab und gründete seine erste Band. Als Teil der Musikerszene lernte er den Schlagzeuger Steven Adler kennen, mit welchem er die Band Road Crew gründete. Diese Band wurde für ständige Besetzungswechsel bekannt. Slash und Steven Adler blieben die einzigen Konstanten der Band. Nachdem sie ein Demotape vom Gitarristen Izzy Strad erhielten, auf dem auch Axl Rose zu hören war, vereinbarten sie ein gemeinsames Treffen. Nach erfoglreichen gemeinsamen Auftritten fusionierten sie zu Guns'n'Roses.

Slash war von 1985 bis 1996 Gitarrist bei Guns'n'Roses. Seit der Reunion-Tour 2016 ist er wieder fester Bestandteil der Band. In seiner zwanzigjährigen Auszeit von Guns'n'Roses spielte er in der US-amerikanischen Rockband Velvet Revolver und gründete Mitte der 90er die Rockband Slash's Snakepit. 2010 veröffentlichte er sein erstes Soloalbum, welchem zwei weitere folgten.
Die Zeitschrift Rolling Stone listet Slash unter den 100 besten Gitarristen aller Zeiten.
Slash war bereits Gastmusiker für zahlreiche Künstler. Außerdem ist er im Videospiel "Guitar Hero 3 - Legend of Rocks" ein Bossgegner und leitete die Sendung "The Roast of Charlie Sheen" mit einem Gitarrensolo ein.


08Jul

Bob Marley

Bob Marley ist am 6. Februar 1945 in Nine Miles, Saint Ann Parish (Jamaika) geboren. Er war Sänger, Gitarrist, Songwriter und Mitbegründer des Reggae. Ab Mitte der 1970er Jahre wurde er mit seiner Band "The Wailers" international bekannt.
Neben der Musik verbreitete Bob Marley die Botschaft der Rastafari-Bewegung. Dadurch wurde er eine bedeutende Identifikationsfigur für deren Anhänger und für viele Menschen der Dritten Welt.

Seine dunkelhäutige Mutter Cadella Marley Booker war bei seiner Geburt 18 Jahre alt. Sein weißer Vater Norval Sinclair Marley war damals 60 und ein Offizier der britischen Armee. Die Hochzeit der beiden war ein Skandal zur damaligen Zeit und führte zum Ausscheiden seines Vaters aus der Armee.
Bob Marleys Geburtsname war Robert Nesta Marley. Seine Kindheit war kulturell von der schwarzen Mehrheitsbevölkerung, magischen Vorstellungen, von der Vorstellung von Geistern, Kobolden und zahlreichen Geschichten geprägt. Auch Einflüsse des gepflegten Christentums der damals britischen Kolonie Jamaika zogen sich durch sein Aufwachsen. Im Alter von 16 Jahren brach Bob Marley die Schule ab und wurde auf Wunsch seiner Mutter ein Mechaniker. Jahre später hörte er jedoch mit der Arbeit in einer Fahrradreparaturwerkstatt auf und begann seinen Traum, Musiker zu werden, zu verwirklichen.
1963 gründete er zusammen mit Beverley Kelso, Junior Braithwaite und Cherry Smith die Gruppe "The Teenagers" (später bekannt als "The Wailing Rudeboys", dann "The Wailing Wailers" und schließlich "The Wailers"). Musikalisch waren die Songs von damals populärem, schnellem und gut tanzbarem Ska geprägt. Nachdem die Band mit dem Pruduzenten Lee Perry zusammenkam, wurde der Beat verlangsamt und dadurch entstand Reggae. Das Publikum war fasziniert von der ungewöhnlichen Musik und die Band wurde so erfolgreich, dass sich Bob Marley sogar ein Auto leisten konnte und für seine Familie ein Haus renovieren konnte. Nach Streitigkeiten veränderte sich die Bandkonstellation und Bob Marley startete parallel eine Solokarriere.

Am 11. Februar 1966 heiratete er seine kubanische Jugendfreundin Rita Anderson, mit welcher er vier leibliche Kinder und ein Stiefkind hatte.
Offiziell anerkannt hatte er insgesamt zwölf Kinder (elf leibliche und ein adoptiertes). Angaben aus seinem Heimatort und näherem Umfeld zufolge soll er angeblich 22 bis 46 leibliche Kinder gehabt haben. Sieben seiner unehelichen Kinder kamen zur Welt, als er bereits mit seiner Frau verheiratet war. Viele seiner Kinder starteten ebenfalls erfolgreiche Solokarrieren als Reggaemusiker.
Im September 1980 brach Bob Marley nach seinen ersten Konzerten in den USA beim Joggen im Central Park (New York) zusammen. Er bekam die Diagnose von Tumorbefall der Leber, Lunge und des Gehirns. Am 23. September 1980 gab er sein letztes Konzert in Pittsburgh (Pennsylvania).
Fachärzte prognostizierten ihm nur noch wenige Wochen zu leben. Am 8. Mai beschloss Bob Marley zum Sterben nach Jamaika zurückzukehren.
Bei einer Zwischenlandung in Florida war er jedoch schon zu schwach für den Weiterflug. Er wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht, in welchem er verstarb.
Sein Sarg wurde in sein Heimatdorf Nine Miles (Jamaika) überführt. Bei der Trauerfeier wurde er mit einer Bibel, seiner Gitarre, einem Marihuanazweig und einem Ring in einem Mausoleum beigesetzt.

21Mär

Alice Cooper

Alice Cooper ist 1948 als Sohn eines evangelischen Pfarrers in Detroid / Michigan zur Welt gekommen. Nach der Highschool studierte er an einer Kunstakademie. Anfang der 60er gründete er seine erste Band " The Earwings", welche Beatles Songs spielten. 1966 folgte mit Michael Bruce (Gitarre & Keyboard), Glen Buxton (Gitarre), Dennis Dunaway (Bass), Neal Smith (Schlagzeug) die Band namens "Alice Cooper". Ab 1970 entwickelten sie eine charakteristische, bis zum damaligen Zeitpunkt erstmals gezeigte, Bühnenshow mit Kostümen, Lasereffekten, Make-Up und Requisiten aus der Folterkammer. Der Höhepunkt der Horrorshows war eine simulierte Hinrichtung mittels Enthauptung oder Erhängen. Stadtverantwortliche riefen daraufhin in Planung, die Konzerte erst ab 18 Jahren freizugeben. Dies hatte zur Folge, dass die Tourneen regelmäßig ausverkauft waren. 1972 gelang mit dem Konzeptalbum "Schools Out" der große Durchbruch. Seit 1974 tritt Alice Cooper als Solokünstler auf. Nach einem Streit änderte er seinen bürgerlichen Namen Vincent Furnier in Alice Cooper um die Rechte am Bandnamen "Alice Cooper" zu bekommen. Warum sich die Band auflöste wurde bis heute nie offiziell erklärt.

 

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